UNSERE KURS-STANDORTE 

2016/17



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NÖ / St. Pölten

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SHAKTI SPIRITS

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sind derzeit in den Bundesländern Wien und Niederösterreich möglich!

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KONTAKT

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GEBURTS-FOTOGRAFIE

by Lissy Reitinger

Erinnere dich an diesen besonderen Augenblick für immer!

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EMOTIONALE ERSTE HILFE -

in der Schwangerschaft und nach der Geburt

Prävention, Bindungsförderung, Krisenintervention, Schreibaby-Begleitung, bei Schlaf-, Still- und Fütterproblemen, nach belasteter Schwangerschaft oder traumtischer Geburt, Trennung von der Mutter, bei untröstlichem Weinen, Überforderung und Hilflosigkeit.

SUSANNE PECINA

Tel. 0699 1146 1660

susanne.pecina@

welcomeintolife.at

Liebe Isabella!

Herzlichen Dank nochmals, dein Kurs "Yoga für die Geburt" war für
mich die optimale Einstimmung auf die Geburt! Ich wusste zuvor zwar auch schon
ziemlich genau, was ich will, aber z. B, die Atem-, Visualisierungs- und
Bewegungsübungen waren mir so nicht bekannt oder bewusst und sehr hilfreich!
Insgesamt gab mir der Kurs und dadurch auch der Austausch mit dir und den
Kursteilnehmerinnen, sehr viel Sicherheit.

Unser errechneter Termin war der 12. Juni 2013.  Am  Geburtstermin war der Muttermund bereits einen Finger breit offen und "alles zur Geburt bereit". Meine Hebamme blieb entspannt und meinte, ich brauche gar nichts machen, nur auf Wehen warten, weil eh alles super ok ist. Ich war wieder bestellt für 19.6. und Freitag, 21.6., der Muttermund war bei 1,5 bzw. 2 cm offen. Am Freitag wurde auch ein Ultraschall von jenem Arzt gemacht, der uns dann auch bei der Geburt begleitete. Dem Baby und mir ging es nach wie vor sehr gut, trotz heißer Woche und gespanntem Warten. Meine Hebamme wusste, dass ich ein Einleiten vermeiden wollte und kannte auch sonst unsere Wünsche, die ich ihr nach deiner Empfehlung auch schriftlich abgab.

Am Sonntag, 1,5h nach dem Vollmond, buk meine 12-jährige Tochter, Brownies und ich war gerade am Teigschüsseln abwaschen, als ich ihr erklärte, dass ich gerade "ausrinne". Sie war super süß, erinnerte sich offensichtlich an die Partner-Einheit in deinem Kurs, bei der
sie dabei war, fragte mich, was sie für mich tun könne, bot mir ein Glas Wasser
an, und half mir die Tasche fertig zu packen.

Da mein Mann P. eben erst auf der Donauinsel gelandet war, wo er noch zu
arbeiten hatte, bat ich meine Eltern, uns zu holen, da ich nicht mit der
Rettung ins Spital fahren wollte. Unsere Hebamme hielt sich ab 16:30h im Spital bereit. Wir waren ca. um 16:45h im Spital, meine Tochter kam auch mit,  so wie sie sich das gewünscht hatte. Meine lieben Begleitpersonen warteten noch die Untersuchungen ab, dann schickte ich sie nach Hause, ich wollte mich in Ruhe auf die Geburt einstimmen und den Wehen die Möglichkeit geben, zu kommen.

Ich musste mich in dem Kreiszimmer erst einfinden. Ich spürte die Wehen noch
sehr schwach, sie bauten sich ähnlich langsam auf, wie vor 12 1/2 Jahren bei
 der Geburt meiner Tochter. Ich legt mir die Airexmatte auf den Boden, Sitzkissen gab es leider keines, setzte mich dann teilweise doch im halben Lotus auf das Bett und versuchte in mich zu gehen, ich wechselte zwischen Bett und Matte, zwischen
Kniestand und Sitzen, kreiste und atmete, lud die Geburtskraft ein und schickte
weißes Licht zu meinem Baby. Die Wehen wurden langsam etwas stärker – ich hatte
auch das Wehen-fördernde Geburtsöl von dir dabei. Sobald meine Hebamme herein kam, um mit mir zu plaudern oder mich zu untersuchen bzw. das CTG anzulegen, ließen die Wehen sofort nach.

Um 18:30h erklärte mir der junge Arzt, dass er mir um 20h zusätzlich
Wehenmittel geben möchte, weil sich die Wehen zu langsam aufbauen. Ich erklärte
ihm und der Hebamme, dass sie sich genauso schnell aufbauen, wie damals bei meiner 1. Geburt, und dass sie mir bitte Zeit geben sollen. Meine Hebamme brachte mir ein Basilikum-Fußbad und gab mir Pulsatilla. Ich rieb mir immer wieder den Bauch mit dem Geburtsöl ein und watete im Fußbad. Auf den Schock hin, dass sie mir Wehenmittel geben wollen, rief ich gleich meinen Mann an, der seinen Job an seine Schwester abgab und kurz vor 20h im Spital war.

In der Zwischenzeit bekam ich entzückende, unterstützende SMS von meiner Tochter,
die alleine zu Hause war und das auch so wollte.
Um 20h waren die Wehen zwar immer noch nicht heftig, aber laut CTG deutlich
stärker, als zuvor, weshalb sie mich vorerst in Ruhe ließen.
Um 22h erklärte mir der Arzt, er gibt mir jetzt entweder etwas, damit ich
schlafen könne, oder Wehenmittel. Ich lehnte beides ab und unterstrich, dass
ich zum Gebären hier sei und jetzt sicher nicht schlafen wolle, was
mich sichtlich von anderen Anwesenden unterschied (ich war zu diesem Zeitpunkt
die einzige Patientin). Wir verhandelten schätzungsweise ein halbe Stunde.
Er argumentierte - mir erschien es fast vorwurfsvoll - dass ich ja bereits
11 Tage über dem Termin sei (als könne ich was dafür) und in anderen
Häusern bereits nach 1 Woche eingeleitet worden wäre. Ich erwiderte,
dass mich das nicht interessiere, da ich ja bewusst dieses Spital ausgewählt
habe, weil ich wusste, dass sie 14 Tage mit dem Einleiten warten. Er
meinte weiter, dass der Blasensprung bereits zwischen 14 und 15 Uhr
war, ich korrigierte ihn diesbezüglich mehrmals, dass er genau um 15 Uhr war,
und er meinte, ich sei doch her gekommen, um nicht wieder 25 1/2
Stunden lang zu gebären. Ich verneinte und betonte, dass ich hergekommen
sei, um möglichst natürlich zu gebären und dass dem Baby und mir die Zeit
gegeben werde, die wir eben bräuchten. Er gab nicht auf und meinte, ich sei am
Ende zu erschöpft, wenn es zu lange dauert. Ich versicherte ihm, dass ich
viel Kraft habe, und tatsächlich fühlte ich mich trotz meiner 40 Jahren
voll in meiner Kraft! Die Hebamme meinte, als der Arzt draußen war,
vertrauensvoll zu mir:" Das weißt ja selber, dass du mit diesen Wehen kein
Kind kriegst. Wieso wehrst du dich denn so gegen Wehenmittel? Das ist der gleiche
Stoff, den dein Körper selbst auch produziert." - "Ja aber in einer
anderen Konzentration und Geschwindigkeit," erwiderte ich. "Wenn da
länger nichts weiter geht und so und so viele Stunden verstreichen, dann machen
sie eine Sectio (Kaiserschnitt), egal was is, " ergänzte meine Hebamme.
Ich verwies mehrmals auf den guten Befund, was meinen Zustand und die
Befindlichkeit des Kindes, sowie das klare Fruchtwasser betraf, und konnte
keinen Handlungsbedarf erkennen. Langsam wurde der Arzt mürbe. In der
Zwischenzeit waren auch drei weitere Frauen zum Gebären aufgenommen, eventuell wich der Fokus von uns. Mein Mann mischte sich in die Verhandlungen in
keiner Weise ein, aber zu wissen, dass er da ist, war gut! Da er immer
meinte, er wolle bei der Geburt nicht dabei sein, bot ich ihm mehrmals an, zu
gehen, aber er blieb. Er war etwas besorgt, wann er morgens wieder zum
Arbeiten käme. Ich dachte mir, dass das Baby bis 6h da sein würde, das ginge
sich aus! 

Ich bekam eine neuerliche Frist von 24h gesetzt. Wogegen ich mich
nicht verwehrte, war die Gabe von einem Antibiotikum intravenös, da
der Blasensprung schon mehrere Stunden zurück  lag (Gabe nach 10-12
Stunden angeblich vorgeschrieben).
Es war ca. 22:30 und unerträglich heiß. Mein Mann und ich gingen hinaus ins Freie und ich ging auf dem Parkplatz eine Weile auf und ab und die Stufen hinauf zurück ins Kreiszimmer. Das schob die Wehen an und als um ca. 23h der
vorausgesagte Wetterumschwung mit einem Gewitterregen eingeleitet wurde,
gingen die Wehen merklich los, sodass mich um Mitternacht keiner mehr
sekkierte. Mein Mann, der neben mir in einem gemütlichen Sessel lag, hatte ich
mit meinem Wimmern in den Schlaf getönt. Immer wieder lud ich die
Geburtskraft ein. Ich schätze von 0:30 bis 3h hatte ich sehr wirksame
Wehen. Ich hieß jede einzelne von ihnen herzlich willkommen, sie führten
uns zum Ziel! Ich veratmete sie nun alle am Bett im Kniestand, hielt mich an
der Rückenlehne an und solange ich noch konnte, legte ich mich dazwischen
zum Erholen hin. Im Kreiszimmer war es immer noch extrem heiß, mir rann der
Schweiß in Bächen. Um ca. 2:45h/3h wollte ich aufs Klo gehen, meine Hebamme ließ mich aber nicht, sondern untersuchte mich. Die Botschaft, dass der Muttermund 9cm offen ist, war Balsam! Während der Presswehen, für die mich die Hebamme ins seitliche Halbsitzen kommen ließ, reichte mir mein Mann immer wieder das Seil zum Anhalten, der von der Decke hing und wahlweise seine Hand. Zwischendurch suchte ich seinen Blick, wie es ihm wohl geht. Den Kopf unseres Babys wollte ich nicht ertasten, ich konzentrierte mich mit geschlossenen Augen auf die Wehen und das Pressen. Meine Hebamme unterstütze meinen Damm. Der Kopf kam,
kurz darauf, noch mit der gleichen Wehe, der Rest unseres entzückenden
Babys! Am Montag, 24. Juni 2013, um 3:13h ist Alma Sofia geschlüpft!

Ganz warm fühlte sie sich an, als sie auf mir lag. Der liebevolle Blick meines Mannes auf unsere Tochter gerichtet, machte mich noch glücklicher, als ich schon war. Die Zeit schien stehen zu bleiben! Es war nicht notwendig zu fragen, ob alles ok ist - unserem Baby ging´ s gut!
Abnabeln und Waschen durfte sie die Hebamme, aber dann wollte mein Mann sie schon halten, auch wenn dies nicht lange möglich war, weil Alma zu suchen begann und ich sie zum 1. Mal stillen durfte! An der zweiten Brust unterbrach sie das Nuckeln, sah mich an, "grinste" und ließ sich wieder zur
Brustwarze runter rutschen. Während Alma Sofia von der Kinderschwester versorgt wurde - wir brachten ein Seidenhemdchen und ein rotes kuscheliges Handtuch mit, in das sie gewickelt wurde - aß ich mein mitgebrachtes Apfel-Birnen-Mus in Erinnerung an die Geburt meiner 1. Tochter, als ich in der Semmelweisklinik um ca 4:30h Apfelmus und Grießkoch mit Benco bekam!

Während der Geburt waren Fruchtriegel hilfreich; das vom Spital angebotene
Butterbrot hätte ich raus gespien! Sesam-Honig-Riegel halfen mir, bis zum
Frühstück durchzuhalten.

Als mich meine Hebamme zum Duschen begleitete, gratulierte sie mir und meinte, dass es nicht mehr oft vorkomme, dass Frauen ganz ohne Schmerzmittel gebären. Ich war dankbar und demütig, dass alles gut gegangen ist und auch ein bisschen stolz, dass wir uns von der Klinikroutine nicht überrollen ließen.
 Am 3. Tag, am Mittwoch zu Mittag, holten uns der Papa und und die große Schwester, die ihre kleine Schwester auch gleich ins Herz schloss, aus dem Spital.

Alma Sofia und mir ging es auch in den Tagen und Wochen nach der
Geburt körperlich und psychisch sehr gut, das Stillen funktioniert super,
Alma schläft viel und ist sehr ausgeglichen.

Vielen Dank nochmals!
Ich wünsche dir und deiner Familie schöne Sommertage und wir sehen uns im
Rückbildungskurs!

Alles Liebe
Bärbl

 

 

Liebe LeserInnen und Leser, ich möchte diesem Geburtsbericht von Bärbel hinzufügen, dass es einzig und allein ihrem starken Charakter, ihrer Selbstsicherheit und ihrem grenzenlosen Vertrauen in sich und ihr Kind, sowie ihrem Vertrauen in ihren Körper, zuzuschreiben ist, dass diese Geburt so schön und unkompliziert verlaufen ist. Immer wieder höre ich nach der Geburt der Babys der Kursteilnehmerinnen, dass sich Ärzte und Hebammen sehr in den Geburtsverlauf einmischen wollten, und dass die Geburt mit sehr viel Widerstand gegen die eigendlichen Geburtshelfer verlaufen ist. Wie aber auch in Bärbels Fall, höre ich immer wieder, dass Frauen es auch angesichts dieser widrigen zwischenmenschlichen Umstände schaffen, ihre Kinder ohne manipulativer Einwirkung von wehenfördernden und schmerzstillenden Mitteln, gesund und eigendständig zur Welt zu bringen. Wie viel schöner würde dieses Erlebnis in Erinnerung bleiben, ohne diesen bitteren Beigeschmack des Kampfes, während man Geburtshormone produzieren soll. Oxytocin ist schließlich ein Liebeshormon.

Ich wünsche mir dass sich solche unnötigen Eingriffe in einen gut verlaufenden Geburtsprozess, sowie die Berichte darüber, in Zukunft massiv an Zahl reduzieren - Vor allem dann, wenn sich eine Frau vertrauensvoll an eine persönlich ausgewählte Hebamme wendet, um selbstbestimmt gebären zu können! Das ist mein persönlicher Appell an alle Ärzte und Hebammen, die diesen Bericht lesen, und sich in ihrer Handlungsweise angesprochen fühlen.

Ich bitte vielmals und eindringlichst um Verständnis!

Isabella Ulrich

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